15 Jahre gelbe MUSIK

April 1997



Aus der Serie
Meine Lieblingsplatte
Heute:


Ivan Wyschnegradsky
Vierteltonmusik


Edition Block EB107/8, 1983
Zu den weniger in den Konzertsälen präsenten Komponisten unseres Jahrhunderts zählt Ivan Wyschnegradsky. Geboren am 14. Mai 1893 in St.Petersburg wurde er zunächst stark von Alexander Skrjabin beeinflußt, führt dessen Werk jedoch radikal weiter.
Seine Idee eines Klangkontinuums, das kompositorisch wie metaphysisch seiner Vorstellung von musikalischer Einheit zugrundelag, sah er durch die temperierte Stimmung eingeengt, und dies führte ihn zu feineren Unterteilungen der Tonleiter. Es entstanden Werke für in Halb-, Drittel- und Vierteltönen gestimmte bzw. gespielte Instrumente. In seinem Schaffen strebte er immer nach einer Art Gesamtkunstwerk, und befaßte sich unter anderem mit einer an der Tonskala orientierten Farbtheorie. Sein Vorstellungen von Komposition waren eher traditionell, seine Klangvorstellungen und die Erweiterung des Tonmaterials waren aber durchaus folgenreich, und langsam wird der bedeutende Einfluß seiner Musik sichtbar. Wyschnegradsky starb am 29. September 1979 in Paris.
Ivan Wyschnegradsky: Vierteltonmusik. Werke für zwei im Vierteltonabstand gestimmte Klaviere, für ein Dritteltonklavier, für Cello und Klavier ... Mitschnitt eines Konzertes vom 7.Januar 1977.
Vom Komponisten autorisierte Schallplattenfassung, erschienen bei der Edition Block (EB 107/8), zu finden in der gelben MUSIK.
Weitere Aufnahmen zu Viertelton / Mikroton musik
Von Charles Ives eine Viertelton-Komposition zu finden ist vielleicht nicht ganz so überraschend wie die Aufnahme des Stückes von Teo Macero, der uns eigentlich hauptsächlich als Produzent legendärer Miles Davis-Alben (Bitches Brew) bekannt ist.
Die Aufnahmen hier sind gut mit Wyschnegradsky's vergleichbar, alle verwenden zwei gegeneinander verstimmte Klaviere.

New music in quarter-tones

A1: Charles Ives (1874-1954) Three quarter-tone pieces. For two pianos

2: Teo Macero (*1925) One - three quarters. For chamber ensemble and two pianos

B1/3: Calvin Hampton (*1938) Triple play. For ondes martenot and two pianos / Catch-up. For tape and two pianos

2: Donald Lybbert (*1923) Lines for the fallen. For sop and two pianos

George Pappastavrou / Stuart Warren Lanning pianos
Chamber ensemble from the Syracuse University
Teo Macero cond (A2)
Helen McGill ondes martenot (B1)
Phyllis Bryn-Julson sop (B2)
Ezra Sims

Microtonal music


Side 1: String Quartet No. 2 (1962), part I.
Side 2: String Quartet No. 2 (1962), part II-IV
Elegie. Nach RilkeComposers Recordings

Inc. CRI-SD377 1978


Der bekannteste amerikanische Spezialist für mikrotonale Musik. Zu seinen Stücken :

http://dlib.nyu.edu/dram/note.cgi?id=8713