What Invocations attempts to discover is those qualities that make all prayers sound like prayers, regardless of differences in language ... My purposes are profoundly ecumenical.
Für Invocations hat Richard Kostelanetz über 60 Priester verschiedenster Religionen beim Gebet in mehr als 20 Sprachen aufgenommen. Diese Gebete ordnete er dann in verschiedenen Serien zu Duetten, Quintetten, Chören, usw., wobei er sich an der Struktur der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach orientierte.
Obwohl das Material stark zusammengeschnitten, bearbeitet und neu zusammengesetzt ist, ist man sich doch jederzeit bewusst, dass es sich hier um Gebetsformen oder spirituelle Sprache handelt. Alle Stimmen verschmelzen zu einem einzigen Sprach-Musik-Werk, dass keinen Anspruch erhebt, wörtlich verstanden zu werden. Stattdessen scheint so etwas wie eine gemeinsame Klang-Sprache zu entstehen, das nicht als sinnloses Kauderwelsch wahrgenommen wird, sondern in dem der spirituelle Gehalt aufscheint, und auf eine gemeinsame Basis hindeutet. Das macht Invocations zu einem idealistischen Klangkunstwerk von grosser Schönheit.
Kostelanetz arbeitet unter anderem als ist Autor (Romane, Sachbücher, Gedichte), gab eine Sammlung von Lautpoesie heraus und ist auch in Radio und Fernsehen aktiv. Zur Zeit von Invocations lebte er in Jerusalem.
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