Albert Ayler war einer der umstrittendsten Persönlichkeiten des Jazz in den 60er Jahren. Kaum jemand schien in seiner Musik so zerrissen zu sein wie er. Der Tenorsaxophonist konnte in einem Stück unmittelbar von schreienden dem Instrument alles abverlangenden Tönen übergehen zu hymnischen Melodien. Dieses Prinzip der Verbindung von scheinbarem Chaos und versöhnender Ordnung trug zu der unmittelbaren Kraft und Direktheit seiner Musik bei, die auch heute noch wirkt.
Let’s play the music and not the background, dieses berühmte Zitat Ornette Colemans ist in seinem Spiel konsequent umgesetzt. Natürlich spielt bei ihm auch sein von Gospel und Spirituals geprägter religiöser Hintergrund eine wesentliche Rolle, manchmal erinnert seine Musik an Volksmusik, an Trauermärsche und Kirchenchoräle. We play peace und Music is the healing force of the universe gehörten zu seinen Überzeugungen.
Vor allem auf den europäischen Jazz der 60er und 70er hatte Ayler großen Einfluß.
'1971 wurde seine Leiche aus dem Hudson River gezogen, nachdem er bereits 20 Tage als vermißt galt. Sein Tod erregte vor allem in der black community grosses Aufsehen, viele vermuteten damals ein Verbrechen. Ayler wurde 34 Jahre alt, sein Tod ist nach wie vor ungeklärt.
Ich möchte etwas spielen, was die Leute mitsummen können. Ich spiele gerne Lieder, wie ich sie sang , als ich noch ganz klein war, Volkslieder, die alle Leute verstehen.
Auf dem letzten Album Aylers, aufgenommen 1969, spielt er unter anderem ein Duett mit dem Canned Heat - Gitarristen Henry Vestine, ein damals noch sehr ungewöhnlicher Crossover Versuch.
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