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Laar evolved what amounts to a sculptural approach to sound, and a sense of The Big Picture, uncommon among improvisations detail fetishists (Steve Lake / Wire)
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MA der Wissenschaftsgeschichte an der LMU, München; mehrere Jahre Mitglied der Performancegruppe Tape
Als Gitarrist langjähriges Duo mit dem japanischen Perkussionisten Takashi Kazamaki, längere Aufenthalte in New York und Tokyo, Auftritte im Knitting Factory-Umfeld, zahlreiche Konzerte weltweit als Gitarrist mit dem japanischen Perkussionisten Takashi Kazamaki, mehrere Cds (u.a. mit Elliott Sharp, Christian Marclay ...) Discographie
Arbeit an Hörspielen und Theatermusik (Kammerspiele München, Nationaltheater Mannheim, Städtische Bühnen Frankfurt/M)
Gründer des Temporären Klangmuseums / The Temporary Soundmuseum in München (Städtische Galerie im Lenbachhaus,1996) und Wien (seit 2007)
Aufbau einer Sammlung im Bereich der Tonträger-Kultur
Auftritte mit elektronischer Musik (Jazzfestivals Saalfelden und Moers) und als DJ
Arbeit im pädagogischen Bereich (Wahrnehmung & Klang: Jeunesse österreich, Goethe Institut Japan, Argentinien, Brasilien)
Herausgeber/Produzent: Ernst Molden; Marilies Jagsch; Trikont-Our Own Voice Label (u.a. La Paloma, Coco Schumann) Discographie
Performance / Musik / Klang- & Videokunst - Duo Kunst oder Unfall mit seiner Frau Augusta Laar
Seit 2006 Mitarbeit an Overtures - Ein interdisziplinäres Kunstprojekt zum Thema Ressourcen, initiiert von artcircolo
Ausstellungen & Installationen u.a. ars electronica 2007, Biennale di Venezia 2007, Museum proje4L Istanbul 2007, Sequences crossmedia art festival Reykjavik 2006, sonambiente2006 Berlin, Museumsquartier Wien artwork
Letzte Veröffentlichung: The Official Kunst oder Unfall Fanzine 2. Künstlerpublikation Wien 2008
lebt in Krailling bei München und Wien
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Der Musiker Kalle Laar kultiviert in den Performances seines Temporären Klangmuseums eine ganz eigene Sound-Kultur. Wenn Erik Satie mit seiner Musique dAmeublement einen Raum möblieren wollte, dann bringt Kalle Laar eine anhaltede imaginäre Bewegung in den Raum, die so wirkt, dass man sich beständig der Musik vergewissern muss. Denn was er am Mischpult mit LPs, CDs, und Elektronik zaubert, sind nichts anderes als Klänge und Strukturen, die sich beständig auflösen. Jeder Moment wird zu einem Moment des übergangs. Nie darf man sich sicher fühlen.
Kalle Laar, in Deutschland geboren, aber lettisch-estnischer Herkunft, bewegte sich Anfang der 90er Jahre in der Improvisationsszene als Gitarrist im Duo mit Takashi Kazamaki. Man spürt auch sofort bei seinen DJ-Auftritten, dass hier ein Musiker am Pult steht, der mit den Formen und ihrer Selbstauflösung spielt. Plattenspieler und Mischpult sind für ihn legitime Musikinstrumente, die lediglich anders zu bedienen sind als die herkömmlichen. Seine Musik hat mittlerweile eine solche Detailsensibilität entwickelt, dass sich die Frage nach stilistischen und kulturellen Grenzen oder Kategorien (wie tanzbar vs. nicht tanzbar) gar nicht mehr stellt es ist ein einziger Fluss der Klänge. Er selbst spricht von Hör-Reisen, man kann auch Ohrenkino dazu sagen. Denn wie ein Film folgen die Klänge, die eingebetteten Songs, die Verweise und Zitate einer Dramaturgie, die durch und durch musikalisch ist. Das Exotische steht hier neben dem Alltäglichen und eins verwandelt das andere, schärft nicht nur die Wahrnehmung für feine Klänge und Differenzen, sondern relativiert auch die Vorstellungen, die man sich von dem Nahen und dem Fremden gemacht hat. Wenn man diese Performances mit einem Begriff belegen möchte, dann vielleicht mit dem Attribut selbstbefremdlich, denn innerhalb dieses Kontinuums gelingt es Kalle Laar, die Musik sich selbst in Frage stellen zu lassen.
Kalle Laar ist u.a. auf CDs mit Elliott Sharp, Christian Marclav, William Parker, Kazutoki Umezu zu hören. Inzwischen liegen neben Soloauftritten im Spannungsfeld zwischen DJ- und elektronischer Musik die Schwerpunkte auf der Entwicklung von Klanginstallationen, der Arbeit an Hörspielen und der Komposition von Theatermusik. Zusätzlich arbeitet Kalle Laar noch als Herausgeber für das Trikont - Our Own Voice-Label, besitzt einen Lehrauftrag für Architektur und Klang an der Fachhochschule München.
Christian Wolf, Saalfelden Jazzfestival Programm 2002
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Inevitable to agree that because of Laars ability to surprise, all attempts to categorise or define his playing are sheer waste of time ... it may intrigue listeners again and again (VOX)
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Förderpreisträger und Stipendiat für Musik der Stadt München, Artist in Residence Museumsquartier Wien, Artist in Residence Kloster St. Lamprecht
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Lehrtätigkeit (Auswahl): Musikhochschule Tallinn, Estland (Goetheinstitut Moskau); Universidad Regiomontana, Departemento, de Musica, Monterey, Mexico; Goetheinstitut São Paulo, Brasilien; Goethinstitut Cordoba, Argentinien; Workshopreihe ‘Das klingende Klassenzimmer’ an verschiedene Gymnasien in Österreich, Jeunesse; Kapsch Werke, Mozartjahr Wien; Lehrauftrag an der Fachhochschule München, Projekt Architektur und Klang
Veröffentlichungen: Das Temporäre Klangmuseum. in: Tonabnehmer. Populäre Musik im Gebrauch. hg. von Harald Justin und Nils Plath, Münster 1998; What a day for a daydream. in: Das Gedicht, 2003, Instructions. in: Schreibkraft, Graz 2005 |
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